Baulandentwicklung in Mering

Die Bundesregierung hatte eine gesetzliche Änderung des Baugesetzbuches zur Ermöglichung günstigen Baulandes vorgenommen.

Baugebiet Kapellenberg OstDurch Beschluss des Marktgemeinderates in 2018 sollte diese gesetzliche Möglichkeit auch in Mering wahrgenommen werden. Die ersten beiden Vorschläge für ein solches Neubaugebiet lehnte das Gremium dann allerdings mehrheitlich ab. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler wollte damals geklärt wissen, ob dann die Möglichkeit des § 13b BauGB überhaupt noch gewünscht wird. Der Marktgemeinderat beschloss, dass erst noch Einzelheiten in einer Fraktionssprecherrunde, gerade im Hinblick auf ein mögliches Neubaugebiet östlich des Kapellenberges,   festgelegt werden sollen.

In dieser Gesprächsrunde wurde vereinbart, dass es keinen Bauträger geben darf, die Grundstückseigentümer einen Bauzwang akzeptieren und außerdem 50 % der Fläche an die Gemeinde verkaufen. Eine kleine Fläche für sozialen Wohnungsbau sollte verkauft werden. Nach zahlreichen Verhandlungen konnte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler alle Forderungen seitens des Marktgemeinderates erfüllen.
In der letzten Sitzung des Marktgemeinderates Ende Juli betonte der Bürgermeister, dass mit dem Baugebiet östlich des Kapellenberges auch endlich die Unterlieger vor Starkregenereignissen durch die Schaffung von Rückhalteraum geschützt werden können. Schließlich hatte in diesem Wohngebiet eine Schlammflut im Mai 2009 große Schäden angerichtet.
Während die SPD-Fraktion die erreichten Ziele befürwortete, lehnte die Grünensprecherin Petra von Thienen die Planung ab und forderte, dass der Markt Mering erst durch Nachverdichtung im Innenort Bauland schaffen sollte. Auf die Frage des Bürgermeisters, wo denn dies sein soll, gab es die Antwort "Da sage ich jetzt nichts."
Dies beeindruckte die CSU-Fraktion so, dass auch sie nichts sagten, sondern in der Abstim-mung kommentarlos dagegen waren.
Der Markt Mering nutzt daher die gesetzliche Möglichkeit des § 13b BauGB nicht und die Bürger rätseln über die Gründe.