Heimatmuseum

Der Schock sitzt tief bei den Mitgliedern und dem Vorstand des Heimatvereins Mering. Der neue Eigentümer der Schloßmühle,

Eingang Heimatmuseum am Schießhäuslwegin welcher auch das Heimatmuseum untergebracht ist, erklärte in einer Besprechung bei 1. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, dass er auf eine Räumung bis Jahresende bestehen muss. Herr Christian Gumpp baut derzeit die Schloßmühle (Altteil) im EG und OG zu Wohnungen um. Er hatte immer wieder zugesichert, dass er das Heimatmuseum langfristig als Nutzer behalten möchte. Dies sei ihm nun aber nicht mehr möglich. Die Probleme bei Statik und Brandschutz seien nicht lösbar, sofern mit dem Heimatmuseum eine öffentliche Nutzung bestehen bleibt. Allein die Ertüchtigung der Statik erfordert Eingriffe in die Bausubstanz. Um den Brandschutz sicherzu stellen, ist die Verbindung zwischen Alt- und Neuteil der Schloßmühle durch eine Mauer zu verschließen. Eine Brandschutztüre reicht hier nicht aus. Somit wäre das Heimatmuseum zweigeteilt.

Es musste schnell gehandelt werden. Noch vor der Sitzung des Hauptausschusses organisierte Bürgermeister Kandler für den Marktgemeinderat einen Ortstermin zur Besichtigung einer möglichen Einlagerungsfläche auf dem Firmengelände der Fa. Ludwig. Schweren Herzens stimmte Herr Joachim Pagel im Namen des Vorstandes des Heimatvereins der vorgeschlagenen Lagerfläche zu. Er verwies darauf, dass das Heimatmuseum viele bedeutende Objekte aus der Meringer Geschichte sicher und gut verwahren muss. Insbesondere die vielen Leihgaben müssten sorgfältig katalogisiert und eingelagert werden.
In der Sitzung selbst betonte Herr Pagel nochmals, dass in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit diese Arbeiten nicht erledigt werden können und bat um Verlängerung der Räumungsfrist. Der Hauptausschuss akzeptierte den Handlungsbedarf und beauftragte die Verwaltung zu Verhandlungen über einen Mietvertrag für die Lagerfläche. Ebenso soll mit Herrn Gumpp verhandelt werden, weil dieser im Vorfeld personelle Unterstützung beim Umzug zugesichert hatte.