Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich

Großes Interesse weckte der gemeinsame Antrag aller drei Fraktionen im Marktgemeinderat auf Ausweisung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereichs.

Marktplatz MeringGleich zu Beginn der Sitzung stellte 1. Bürgermeister Kandler klar, dass die Verwaltung nur deshalb den Beschlussvorschlag umformuliert hatte, weil er in der eingereichten Form unzulässig gewesen wäre.
Grundsätzlich begrüßte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler die Initiative. Er sieht durchaus Chancen das Ziel zu erreichen, weil inzwischen ein Teil der Meringer Geschäftswelt die Forderung nach unbedingtem Erhalt aller vorhandenen Parkplätze aufgegeben hat. Bürgermeister Kandler hatte deshalb noch vor der Sitzung mit dem Büro Dragomir, wie im Antrag gefordert, Kontakt aufgenommen. Dort wird jetzt geprüft, ob im Bereich des Marktplatzes eine sogenannte Mittelspurlösung gebaut werden kann. Dies soll aber nur als ein Gestaltungsvorschlag zur Diskussion gestellt werden.

Wichtig ist die Tatsache, dass der Vorwurf der Marktgemeinderat wäre all die Jahre untätig geblieben, falsch ist. So hatte nach dem Ringverkehr das Büro Kehrbaum eine Umgestaltung der Augsburger- und Münchener Straße im Bereich des Jägerbergs im Norden bis zur Einmündung Bouttevillestraße im Süden aufgeplant. Die damals geschätzten Baukosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro konnte der Marktgemeinderat nicht bewilligen, wohl auch deshalb, weil zu diesem Zeitpunkt die Anlieger ca. 1/3 der Kosten als Straßenausbaubeitrag hätten mitbezahlen müssen. Es erging deshalb der Auftrag an die Verwaltung, sich um die Aufnahme in die Städtebauförderung zu kümmern. Dies ist auch gelungen. Nach ca. 1 ½ Jahren lag das ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) als Grundlage der Förderung vor.
In der Zwischenzeit war die Vision 2025 im Gespräch. Mehrheitlich konzentrierte sich der Marktgemeinderat dann auf dieses Projekt. Ein Grund war, dass die Städtebauförderung nicht unbegrenzt Gelder zur Verfügung hat und sich der Markt Mering ent-scheiden musste.

Derzeit wird der Architektenwettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes und den Neubau eines Rathauses vorbereitet. Natürlich kann der Marktgemeinderat beschließen zeitgleich eine Zwischenlösung für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich anzupacken. Fördermittel sind hierfür aber kurzfristig nicht abrufbar. Der Markt Mering muss also alles selbst bezahlen und im Haushalt 2020 die entsprechenden Mittel bereitstellen. Es wird in den nächsten Wochen eine interessante Diskussion entstehen.