Sportanlage

Der Projektbetreuer Herr Günther und der Planer Herr Paula gaben in der letzten Sitzung des Marktgemeinderates einen Sachstandsbericht zu den Planungen und Verhandlungen für die Generalsanierung der Sportanlage ab.

Entwurf Freisportanlage, Wendler Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, MünchenAnfangs waren die Verhandlungen mit dem Landkreis als Träger des Gymnasiums und der Realschule davon geprägt, wie die Kosten zu verteilen sind. Bürgerneister Hans-Dieter Kandler argumentierte, dass nur die Anzahl der Sportklassen der richtige Verteilungsmaßstab sein könne. Schließlich wird die Generalsanierung mit Schulsportgeldern des Freistaates Bayern gefördert. Dies ist nun unstrittig. Damit treffen den Landkreis 80 % der geschätzten Baukosten von rund 2,4 Mio. Euro. Im Gegenzug besteht der Landkreis dann auf Gebühren, wenn Vereine die Sportanlage nutzen. Der Betrag pro Stunde muss aber erst noch ver-handelt werden.
Das Planungsbüro und die Verwaltung waren bemüht, sowohl den Schulsport als auch den Vereinssport unter einen Hut zu bekommen. Es zeigte sich sehr schnell, dass die beiden Rasenspielfelder zeitlich vom Schulsport so beansprucht werden, dass keine Zeiten für den Vereinssport frei bleiben. Ein Rasenspielfeld kann nicht stundenlang oder ganztägig bespielt werden, ohne dass der Rasen Schaden nimmt.
Die Planungen richten sich daher darauf, das Nebenfeld statt als Naturrasen- als Kunstrasenfeld zu bauen. Damit wird die zeitliche Verfügbarkeit des Nebenfeldes wesentlich erweitert. Nachteil dieser Lösung sind die fast doppelt so hohen Kosten.
Die Planungen wurden aber von einer anderen Entwicklung überholt. Im Mai wurde die Förderung von Kunstrasenfeldern wegen der Mikroplastikdiskussion eingestellt.
Das Planungsbüro hat deshalb dem Marktgemeinderat einen Entwurf vorgelegt, der nur zwei Rasenspielfelder beinhaltet. Vereinssport ist dann nur sehr eingeschränkt möglich.
Der Marktgemeinderat muss nun in der nächsten Sitzung festlegen, ob es bei dieser Planung bleibt oder ob doch noch ein Kunstrasenfeld gebaut wird. Die Mehrkosten betragen je nach technischer Ausführung bis zu 700.000,- €. Ungeklärt bleibt die Fördersituation und damit der staatliche
Zuschuss.
Ein weiter zu klärender Punkt sind die Kosten einer Flutlichtanlage, die allerdings für den Schulsport nicht benötigt wird.
Ebenso muss beraten werden, wo ein Allwetterplatz gebaut wird. Auf dem Gelände ist nur Platz für einen Allwetterplatz, obwohl die Schulen zwei solcher Plätze benötigen. Es ist daran zu denken, den zweiten Allwetterplatz anstelle der Stockschützenanlage zu bauen. Allerdings, wohin sollen dann die Stockschützen? Zahlreiche Bäume müssen gefällt werden. Will das der Marktgemeinderat? Werden alle Wünsche erfüllt, entstehen Mehrkosten von über 800.000,- €. Wer soll diese Kosten aufbringen?