Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich 2

Mit einem Antrag, der von drei Fraktionen im Marktgemeinderat unterzeichnet worden war, hatte der MGR die Vorlage einer Planung für einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich auf der Augsburger Straße und Münchener Straße

Marktplatzbereich Mering, Foto: Markt Meringvon der Einmündung Jägerberg bis zur Kreuzung Bahnhofstraße für die Novembersitzung gefordert. Hier kam es zu unterschiedlichen Auffassungen. In der Beschlussvorlage hatte die Verwaltung auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen gemäß § 45 StVO hingewiesen. Es sollte zunächst geklärt werden, ob das Gremium bereit ist, auch die Nachteile einer solchen Regelung in Kauf zu nehmen.

Denn in einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich sind Ampeln nicht zulässig und es gilt die Vorfahrtsregel „rechts vor links“. Dies würde bedeuten, dass die Straße „Frauenberg“, die Bouttevillestraße und die Rosengasse, sowie in Gegenrichtung der Schmiedberg Vorfahrt vor der Hauptverkehrsachse hätten. Zwar ist es möglich in einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich an einer Kreuzung bzw. Straßeneinmündung hier Ausnahmen zu machen, eben auch nur an einer. Außerdem kommt es zur Verdrängung des Verkehrs in die Kirchstraße und die Bouttevillestraße. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler hatte deshalb noch einen Vorschlag einer überlangen Querungshilfe im Bereich des Marktplatzes unterbreitet, der schnell umsetzbar gewesen wäre. Doch darüber wollte die Mehrheit im Marktgemeinderat nicht diskutieren.

Stattdessen soll sofort eine rechtskonforme Verkehrsplanung vorgelegt werden. Dazu muss der Planer aber wissen, was er planen soll. Hierzu gibt es widersprüchliche Aussagen. Während einige Marktgemeinderäte die Maximallösung fordern, wären andere mit einer Teillösung, weitere lediglich mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung zufrieden. Ein runder Tisch mit dem Büro Dragomir, einem Verkehrsplanungsbüro, dem AVV und der Polizei wurde mittlerweile einberufen. In dieser Runde konnten die offenen Fragen der Geminderäte geklärt werden.