Ankerzentrum

Die Regierung von Schwaben will in Mering im Anwesen Hörmannsberger Straße eine Außenstelle des Ankerzentrums Donauwörth einrichten.

Dort sollen bis zu 176 Personen untergebracht werden.

Diese Pläne stellten Vizepräsident Herr Gediga und Herr Kurtenbach (beide RvS) dem Marktgemeinderat in einer öffentlichen Sondersitzung vor. Durch die Berichterstattung im Vorfeld war das Interesse der Bürger so groß, dass nicht alle im Sitzungssaal Platz fanden.

Bürgermeister Kandler kündigte gleich zu Beginn an, dass am 27.03.2019 um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle eine Bürgerversammlung zum Thema anberaumt ist. Zu dieser Veranstaltung werden auch die Vertreter der RvS, der Polizei und des Landratsamtes für die Fragen der Bürger zur Verfügung stehen.

Zunächst legte Herr Gediga die Notwendigkeit der Außenstelle in Mering dar. Durch eine Gesetzesänderung in 2018 verlängerte sich die Aufenthaltsdauer erheblich, mit der Folge, dass die Plätze in Donauwörth und Augsburg nicht mehr ausreichen. Ursprünglich war Donauwörth für 500-600 Personen ausgelegt. Zurzeit leben dort rund 1000 Personen. Herr Gediga sieht daher keine Alternative als die leerstehenden Räume in Mering zu belegen. In seiner Begrüßung hatte Bürgermeister Kandler dargelegt, dass er Mering für eine solche Außenstelle als nicht geeignet hält. Es gibt in Mering keine Polizeistation, keine freien Kinderbetreuungsplätze und auch die Schulen in und um Mering sind ausgelastet. Die gute ärztliche Versorgung ist ebenfalls an der Kapazitätsobergrenze. Herr Kurtenbach antwortete auf dieses Statement und den Fragenkatalog, den Marktgemeinderat Resch vorgelegt hatte.

Demnach wird Mering mit allein reisenden Männern und mit Familien belegt. Mit dieser Mischung hat die RvS bisher gute Erfahrungen gemacht. Die Sicherheit in der Einrichtung und vor Ort ist der RvS sehr wichtig, weshalb es rund um die Uhr Sicherheitspersonal geben wird. Letzteres hat die Anweisung streng auf die Hausordnung zu achten. Störer können auch wieder abverlegt werden. Eine eigene ärztliche Versorgung wird aufgebaut, ebenso eine Kinderbetreuung. Neben Sprachkursen organisiert die RvS auch Arbeitsmöglichkeiten. Sie werden darauf achten, dass keine Familien mit schulpflichtigen Kindern untergebracht werden. Bei der anschließenden kritischen Diskussion wurde deutlich, dass die RvS in Zusammenarbeit mit Landratsamt, Polizei und Gemeinde mit großer Energie für geordnete Verhältnisse sorgen will.