Marktgemeinderatssitzung vom 09.10.2025

Veröffentlicht am 17. November 2025 Autor: Heike Scherer

  1. Eröffnung der Sitzung
    Bei der Eröffnung der Marktgemeinderatssitzung um 19:30 Uhr durch den Ersten Bürgermeister Florian Mayer waren 17 MGR, später 18 anwesend. Von der Verwaltung nahmen Frau Frau Folgmann und Herr Neumeir teil. Vom Büro Hummel + Kraus waren Frau Hummel und Frau Schröder anwesend. Es ging um die Beschlussfassung zur Änderung des Auslobungstextes für den Rathausneubau und das weitere Vorgehen.

  2. Rathausneubau - Beschlussfassung über den geänderten Auslobungstext und das weitere Vorgehen
    Bei der Preisrichtervorbesprechung am 22.09.2025 wurde festgelegt, dass das Projekt „Rathaus“ als Realisierungswettbewerb in zwei Bauabschnitten durchgeführt werden soll. Dies hat den Vorteil, dass für beide Bauabschnitt die Architektenplanung aus einer Hand stammt. Somit musste der Auslobungstext durch das Büro Hummel & Kraus nochmals geändert werden. Die MGR erhielten den neuen Auslobungstext, in dem die Änderungen blau gekennzeichnet waren. Da es sich um ein geschlossenes Verfahren handelt, darf der Text keinesfalls an die Öffentlichkeit herausgegeben werden, informierte Frau Hummel. Aus diesem Grund beantragte MGR Singer-Prochazka, dass die Sitzung nicht-öffentlich erfolgen solle. Der Antrag wurde aber mit 7:10 Stimmen abgelehnt. Frau Hummel sagte auch, dass es von Vorteil für den Bürgermeister sei, wenn die Besprechung der Änderungen öffentlich sei, denn die Bürger würden sonst beim Bürgermeister nachfragen, warum es in einer nicht-öffentlichen Sitzung besprochen wurde.

    Frau Hummel informierte, dass es nur einen Realisierungsteil geben werde, der in zwei Bauabschnitten ausgeführt wird. Der erste Bauabschnitt ist der Erweiterungsbau, der zweite ist der Ersatzbau für das alte Rathaus und eine Parkebene sowie die Neugestaltung der Außenanlagen mit dem Kriegerdenkmal. Dann stellte sie das Plangebiet vor, aus dem das Benefiziatenhaus herausgenommen wurde. Bei der Bauweise hat die Wirtschaftlichkeit die oberste Priorität. Das Dach ist mit Photovoltaikanlagen zu ergänzen, wobei es mindestens ein Drittel der Fläche sein soll. Aus dem MGR kam der Vorschlag, dies auf 50 Prozent zu erhöhen. Mit 17:1 Stimmen beschloss der MGR diese Änderung. Mit 18:0 Stimmen einigte sich der MGR darauf, dass als Energieversorgung eine Wärmepumpe eine Option wäre.

    Zwischen dem Erweiterungsbau und dem alten Rathaus soll eine Verbindung bestehen, die über einen Witterungsschutz verfügen muss. Der Erweiterungsbau soll außer dem Haupteingang noch einen Nebeneingang haben. Dieser ist bestimmt für Anlieferungen, für Mitarbeiter, als Fluchtweg etc.

    Mit großer Mehrheit (16:2 Stimmen) sprach sich der Marktgemeinderat dafür aus, den neuen Sitzungssaal mit einem fest eingebauten Tisch für 30 Ratsmitglieder auszustatten. Direkt nebenan soll ein separater Raum für kleinere Besprechungen entstehen. Für die Besucherinnen und Besucher werden im Sitzungssaal rund 40 Sitzplätze vorgesehen.

    Frau Hummel informierte, dass bei Veranstaltungen auf dem Marktplatz trotzdem die Zufahrt zum Haupteingang für Feuerwehr und für Anlieferungen möglich sein muss. Es sollen 15 Stellplätze für Fahrzeuge geschaffen werden, zwei davon mit einer E-Ladestation und zwei Behindertenparkplätze. Mit der Realisierung der Parkebene kann die Zahl der Stellplätze auf 3 reduziert werden. Außerdem gibt es 4 private Stellplätze, 3 sind für Ärzte und Apotheke, 1 für den Markt Mering, wo allerdings die Dienstbarkeit nicht umgesetzt ist. Diese Vorschläge zu den Stellplätzen wurden vom MGR mit 18:0 Stimmen beschlossen. Was die Fahrradabstellplätze betrifft, einigte sich der MGR mit 16:2 Stimmen auf 10 öffentliche für Besucher und 25 für Mitarbeiter. Letztere sollen im 2. Bauabschnitt in der Parkebene realisiert werden. Mit 18:0 Stimmen beschloss der MGR, dass die 15 Stellplätze für Fahrzeuge im Rahmen des Ersatzbaus und der Parkebene rückgebaut werden können.

    Als nächstes ging Frau Hummel auf den Terminplan ein. Im Januar soll die Ausgabe sein. Im Februar findet das Kolloquium statt. Ende März soll die Abgabe der Entwürfe erfolgen. In der letzten Aprilwoche, voraussichtlich am 27. und 28. April tagt das Preisgericht und entscheidet über einen 1., einen 2. und einen 3. Preis des Wettbewerbs.

    Für den Wettbewerb sollen 25 Teilnehmer zugelassen werden. 3 Büros wurden gesetzt und sie sind auch bereit, daran teilzunehmen. Dies wurde mit 18:0 Stimmen vom MGR so beschlossen.

    Frau Hummel möchte das Landesamt für Denkmalpflege als Berater beim Verfahren einbinden, denn im Plangebiet befindet sich das Kriegerdenkmal. Die Summe der Preisgelder wurde aufgrund des geänderten Verfahrens in 2 Bauabschnitte angepasst. Das Honorar wird nach einem bestimmten Prozentsatz berechnet. Mit 16:2 Stimmen beschloss der MGR, dass bei den Zuschlagskriterien die Prozentsätze 40 für die Platzierung im Wettbewerb, 40 für Preis und 20 für Qualifikation angewendet werden sollen.

    Aus dem MGR kam die Frage, ob die Finanzierung des Projekts tatsächlich gesichert sei. Es wurde angeregt, dem Gremium zeitnah einen konkreten Finanzierungsplan vorzulegen. Der Bürgermeister wandte ein, dass die dazu erforderlichen Rahmendaten vom MGR getragen werden müsse und schlug eine Vorbesprechung in einer Bürgermeister- und Fraktionssprecherrunde vor.

    Mit 16:2 Stimmen stimmte der MGR den vorgestellten und beschlossenen Anpassungen im Auslobungstext für den Wettbewerb „Neubau Rathaus mit Gestaltung Rathausumfeld“ sowie dem vorgesehenen Terminplan zu. Das Büro Hummel + Kraus und die Verwaltung wurden beauftragt, die weiteren Schritte einzuleiten: EU-weite Bekanntmachung, Ausgabe der Unterlagen, Kolloquium, Vorprüfung, Preisgerichtssitzung und Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge.
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