Marktgemeinderatssitzung vom 23.04.2026

Veröffentlicht am 17. Juni 2026

Marktgemeinderatssitzung vom 23.04.2026

1. Eröffnung der Sitzung
Bei der Eröffnung der öffentlichen Marktgemeinderatssitzung um 19.30 Uhr durch den Ersten Bürgermeister Florian Mayer waren 24 Marktgemeinderäte anwesend. Von der Verwaltung nahmen Frau Folgmann, Frau Lidl und Herr Lichtenstern teil. Es handelte sich um die letzte Arbeitssitzung des alten Marktgemeinderats, am 29.04.2026 findet noch eine Sitzung statt, in der Ehrungen vorgenommen werden.

2. Genehmigung der Niederschrift vom 26.03.2026
Die Niederschrift vom 26.03.2026 wurde mit 24:0 Stimmen genehmigt.

3. Sachstandsbericht: Sachbeschädigung öffentlicher WC-Anlagen in Mering (Badanger, Marktplatz, Bahnhof Mering)
In den letzten beiden Jahren fanden wiederholt vorsätzliche Zerstörungen an den drei öffentlichen Toilettenanlagen in Mering statt. Die Sachbeschädigungen erfolgten auf folgende Weise:
-Steine und Fremdkörper in Toilettenbecken werfen, um Abflussrohre und Spülmechanik zu verstopfen oder zu beschädigen
-Zerstörung der Betätigungsplatte der Spülanlage Geberit durch Gewalt
-Einführen von Fremdmaterial wie Folien, Papier, Hygieneartikel, LED-Kerzen in Spülbecken und Pissoirs, um gezielt Rückstau und Überschwemmungen herbeizuführen
-schwere Verunreinigung und Beschädigung der Edelstahlbecken und Bodenfliesen als Folgeschäden

Die Schadensfolgen waren:
-Kosten für Soforteinsätze zur Reinigung und Schadensbehebung
-Materialkosten für Ersatzteile
-Kosten für externe Fachbetriebe (Rohrreinigung, Behebung von Verstopfungen)
-Schließung der Anlagen und Einschränkungen für die Öffentlichkeit
-Bereitstellen mobiler Toiletten mit Mehrkosten

Folgende Maßnahmen wurden veranlasst oder werden empfohlen: 
-Dokumentation der Beschädigungen durch das Marktbauamt
-Beauftragung von Fachfirmen zur Schadensbehebung nach jeder Feststellung
-Information der Öffentlichkeit durch den Bürgermeister zur Sensibilisierung und Aufruf zu mehr Sorgfalt
-MGRn von Thienen schlägt Präventivmaßnahmen vor wie z. B. eine Kontaktaufnahme zu Schulen, wo auch Toiletten beschädigt und verschmutzt werden

Allein im Marktbauamt entstanden durch die mutwilligen Beschädigungen der WCs im Jahr 2025 Kosten von 3437,76 Euro. Schon jetzt liegen die Kosten im Jahr 2026 (Stand April) bei 2408,10 Euro. 

4. Abriss des alten Sportheims (erneute Vorlage aus der Sitzung vom 27.11.2025)
Das Sportheim befindet sich in einem baulich mangelhaften Zustand, eine sichere Nutzung ist nicht mehr möglich. Am 27.11.2025 erfolgte keine Beschlussfassung, weil einige MGR noch zusätzliche Informationen brauchten. Der Vorschlag für ein DFB-Minispielfeld ist anhand der vorliegenden Baugenehmigung nicht realisierbar. Laut fachlich-rechtlicher Würdigung sah der Beschluss von 2012 für die Errichtung einer Kinderbetreuungseinrichtung bereits den Abbruch vor. Weitere Bauunterlagen, Kostenberechnungen und brandschutzrechtlichen Planungen aus den Jahren 2015 bis 2025 belegen die planerische und inhaltliche Ausrichtung auf den Abriss. MGR Resch erläutert als Bauherr des neuen Sportheims, dass der Beschluss für ein neues Sportheim nur erfolgte, weil das alte nicht mehr sanierungsfähig war. Der SV Mering hätte das alte gerne behalten. Es wurde vorgeschlagen, den Beschluss aufzuteilen und über Abriss und Verwendung der Fläche getrennt abzustimmen. Mit 21:3 Stimmen genehmigte der MGR die Punkte 1 bis 3: Das alte Sportheim wird aufgrund fehlender baulicher Sicherheit und Nutzbarkeit abgebrochen. Die Verwaltung wird beauftragt, einen geeigneten und qualifizierten Fachplaner oder Generalunternehmer mit der Planung und Durchführung des Abbruchs zu betrauen. Die Verwaltung wird ermächtigt, alle zur Umsetzung des Beschlusses erforderlichen weiteren Schritte einzuleiten. Mit 24:0 Stimmen genehmigte der MGR den Punkt 4: Die Verwaltung wird mit der Erstellung von Vorschlägen zur Nutzung der Fläche beauftragt. Diese sind dem Gremium erneut vorzulegen.

5. Bekanntgaben
Für den Hort an der Ambérieustraße hat das Marktbauamt das Siegel für ein nachhaltiges Gebäude erhalten. Es ist das erste Gebäude, das dieses Siegel außer Wohngebäuden erhalten hat.

Die bisherige stellvertretende Schulleiterin Gudrun Adomat der Luitpoldschule wechselt zum neuen Schuljahr als Leitung an die Ambérieuschule. Somit müssen an beiden Schulen neue Konrektoren gefunden werden.

MGRn Braatz wünschte eine Mitteilung über die Belegung der Kitas. Fast alle Kitas sind vollbelegt, drei Einrichtungen haben noch freie Kapazitäten, informierte der Bürgermeister. In der Kita an der Schlossmühlstraße gibt es noch 14 freie Plätze. Am Kapellenberg sind noch 13 Krippenplätze frei. Für den Kindergarten gibt es laut Betriebserlaubnis 120 Plätze, aber es ist im Neubau pädagogisch besser, nur 70 Plätze auf zwei Ebenen zu besetzen. Da die Kita am Kapellenberg auch Integrationsplätze hat, bekommt ein solches Kind 3 Plätze. Es gibt dort 8 I-Kinder. Der Kindergarten ist mit 85 bis 90 Kindern belegt. In der neuen Kita am Mühlanger ist im Kindergarten eine Gruppe voll, 58 Plätze sind noch frei. In der Krippe sind zwei Gruppen voll, 21 Plätze sind noch verfügbar.

Die Halterin des schon längere Zeit auf einem Parkplatz abgestellten Autos konnte ermittelt werden. Sie hatte es vor zwei Jahren verkauft und sucht jetzt nach dem Kaufvertrag. 

6. Anfragen
Es wurde angefragt, die Kanalstraße durch die Verkehrsüberwachung zu prüfen, damit sie wieder normal befahrbar ist. Die Parksituation ist katastrophal.

Es wurde angefragt, warum beim alten Kloster die Fensterrahmen gestrichen werden, obwohl die Arbeiten noch nicht vergeben sind. Die Schäden stammen vom Hagelschaden und werden von der Versicherung bezahlt.

Vor dem P+R Parkplatz St. Afra parken die Autos mittlerweile auf dem Fahrradweg und vor den Unterführungen, obwohl dort ein Parkverbot ist. Es wurde eine Prüfung und Maßnahmen empfohlen.

Da im Ortszentrum die Geschwindigkeit von 30 km/h von vielen Fahrzeugen nicht eingehalten wird, wird das Aufstellen einer Tafel zur Tempokontrolle empfohlen. Das ist schon geplant.

Auf Spielplätzen wurden laut Mitteilung von MGRn Strecker vermehrt Hundehaufen gefunden. Es wird angefragt, was hier unternommen werden könnte, um nicht alle Hundehalter zu belasten.

 

Heike Scherer

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