Sabina Di Rienzo, Bürgermeister Florian A. Mayer, Claudia Müller, Peter Tomaschko

Einweihung und Segnung der Kindertagesstätte „Abenteuerburg“

Veröffentlicht am 07. August 2026

Bei strahlendem Sonnenschein wurde die neue Kindertagesstätte „Abenteuerburg“ am Mühlanger feierlich eingeweiht und gesegnet. Zahlreiche Gäste aus dem Gemeinderat, den beteiligten Planungsbüros sowie der örtlichen Kita-Familie nahmen an der Veranstaltung teil. Ebenso kamen viele Kinder und Eltern, für die das Haus künftig ein zentraler Ort ihres Alltags sein wird. Unter den Gästen war auch der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko.

Für einen heiteren und zugleich stimmungsvollen Auftakt sorgten die Kinder des Kinderhorts „Ritterburg“ gemeinsam mit Marina Bunk, der Einrichtungsleitung des Kinderhorts. Mit ihrem Ritterburg-Lied und einem vorgetragenen Gedicht eröffneten sie die Feier und gaben damit einen ersten Einblick in das, worum es an diesem Ort künftig gehen wird – Gemeinschaft, Freude und kindliche Entfaltung.

In seiner Ansprache betonte Erster Bürgermeister Florian A. Mayer, dass mit der „Abenteuerburg“ ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Kinderbetreuung in Mering geschaffen worden sei. Die Einrichtung sei das Ergebnis eines langen Weges von der ersten Idee bis zur Fertigstellung. Bereits 2020 habe die Gemeinde nach Lösungen für den steigenden Betreuungsbedarf gesucht. Rund sechs Jahre vergingen von der Grundstückssuche bis zur Übergabe im Juli 2026.

Entstanden ist eine moderne, zweigeschossige Kindertagesstätte in Massivbauweise mit Flachdach. Die Räume sind so angeordnet, dass im Erdgeschoss die Krippengruppen und im oberen Stockwerk die Kindergartengruppen untergebracht sind. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für sieben Gruppen, die sich in drei Kindergartengruppen und vier Krippengruppen mit insgesamt 123 Betreuungsplätzen aufteilen. Zusätzlich wurden 12 Notplätze eingeplant, um auf künftige Bedarfsspitzen flexibel reagieren zu können. Damit hat die Gemeinde bewusst zukunftssicher geplant, um mögliche Überbelegungen der Gruppen zu vermeiden.

Besonders hob Bürgermeister Florian A. Mayer die reibungslose Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten hervor. Die Planung lag beim Architekturbüro 3+architekten aus Augsburg, die Tragwerksplanung bei den Reisch Ingenieuren, die Elektroplanung bei Bechtold Ingenieuren, die HLS-Planung bei Wimmer Ingenieuren und die Außenanlagenplanung bei Steinbacher-Consult. Die Bauabwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit dem gemeindlichen Bauamt unter Marktbaumeister Armin Lichtenstern und Philipp Bludau, der das Projekt federführend betreut hat.
Auch die architektonische Idee wurde von Claudia Müller, Architektin bei 3+architekten, anschaulich erläutert. Die „Abenteuerburg“ sei kein überinszeniertes Kinderhaus, sondern bewusst ruhig, klar und kindgerecht gestaltet. Große Spielflure mit Spielnischen, helle Räume, eine funktionale Gliederung der Bereiche und zurückhaltende Farbtöne in Gelb und Blau sollen den Kindern Freiraum für eigene Erfahrungen und kreative Entfaltung geben.

Ein besonderer Dank galt den Schwestern Erna und Elisabeth Summer, die durch die Überlassung des Grundstücks eine langfristige und nachhaltige Lösung für die Kinderbetreuung in Mering ermöglicht haben. Bürgermeister Florian A. Mayer würdigte dieses Engagement als Entscheidung mit Weitblick, die Mering dauerhaft zugutekommt. 
Auch konnten die Baukosten, die ursprünglich bei rund 6,9 Millionen Euro lagen, deutlich unterschritten werden. Die tatsächlichen Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 5,8 Millionen Euro, wovon rund 2,857 Millionen Euro durch Fördermittel des Freistaats Bayern getragen wurden. 

Der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Investition: Kinderbetreuung sei ein zentraler Baustein für Familien und die gesellschaftliche Entwicklung. Er dankte der Gemeinde für die vorausschauende Entscheidung und sicherte die Unterstützung des Freistaats zu.
Als Träger der Einrichtung konnte die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Bayerisch-Schwaben, im Rahmen eines Vergabeverfahrens gewonnen werden. Beate Winterholler, Bereichsleitung für Kinder, Jugend und Familie, würdigte die enge Verbindung des Trägers zur Kinderbetreuung in der Region. Mit insgesamt 36 Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayerisch-Schwaben bringen die Johanniter umfassende Erfahrung in die neue „Abenteuerburg“ ein.  

Sabina Di Rienzo, die zukünftige Einrichtungsleitung, stellte das pädagogische Konzept der „Abenteuerburg“ vor. Dieses orientiert sich am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan sowie an den Prinzipien der Kneipp-Pädagogik mit den Schwerpunkten Wasser, Bewegung, Ernährung, Pflanzen und Lebensordnung. Ziel sei es, Kindern einen Ort zu bieten, an dem sie sich geborgen fühlen, ihre Persönlichkeit entfalten und mit Freude lernen können.

Ein besonderer Moment der Feier war die ökumenische Segnung des Hauses durch die evangelische Pfarrerin Carola Wagner. Sie stellte den Gedanken von Mut, Gemeinschaft und Vertrauen in den Mittelpunkt und wünschte allen Kindern und Mitarbeitenden Gottes Segen für ihren gemeinsamen Weg.

Für strahlende Kinderaugen sorgte schließlich die Geschenkübergabe. Bürgermeister Florian A. Mayer überreichte einen Bollerwagen, der künftig bei Ausflügen und Spaziergängen zum Einsatz kommen soll. Ein praktisches Geschenk mit symbolischem Charakter für viele gemeinsame Wege.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten bei Führungen kennenzulernen und den Nachmittag bei Gesprächen, Essen und Getränken ausklingen zu lassen.

Mit der „Abenteuerburg“ ist in Mering ein weiterer wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige Kinderbetreuung entstanden. Ein Ort, der von Anfang an mit Leben, Lachen und Gemeinschaft gefüllt ist. 

 

 

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